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„Gesundheit in Deutschland: Hohe Ausgaben, schwache Ergebnisse“

Das Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS informierte am 4. März 2025 mit dieser Aussage die Öffentlichkeit. Eine Pressemitteilung berichtet von einer aktuellen gesundheitspolitische Übersichtsarbeit, die gerade in der renommierten Fachzeitschrift Lancet Public Health erschienen ist. Statt Krankheiten zu verhindern, konzentriere sich das deutsche Versorgungssystem zu sehr auf deren Behandlung – und das mit zum Teil ineffizienten Strukturen: https://www.bips-institut.de/medien/presse/einzelansicht/gesundheit-in-deutschland-hohe-ausgaben-schwache-ergebnisse-eine-aktuelle-analyse-zeigt-auf-woran-es-hakt.html.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts sehen drei Hauptprobleme:
1. Fehlende zentrale Steuerung für Public-Health-Maßnahmen
2. Zu wenig Prävention, zu viel Reparaturmedizin. Milliarden fließen in hochspezialisierte Behandlungen, die Finanzierung von Prävention und Gesundheitsförderung käme zu kurz.
3. Lobbys der Wirtschaftsbereich, die an Krankheiten verdienen, verhinderten wirksame Maßnahmen.

Der wissenschaftliche Leiter der Studie Prof. Dr. Hajo Zeeb sagt: „Wir brauchen eine Neuausrichtung hin zu mehr Prävention, wenn wir nicht weiter in der Kostenspirale gefangen bleiben wollen.“ In Deutschland fehle bislang der politische Wille, die notwendigen Reformen anzugehen.

Vier zentrale Reformen, die mit den Zielen des Büros für Gesundheit und Prävention übereinstimmen, müssten jetzt erfolgen:
1. Eine kohärente Vision für eine Gesundheitspolitik, die Prävention und Gesundheitsförderung in den Mittelpunkt stellt.
2. Gesundheitsförderung als systematischer und sektorübergreifender Teil des Versorgungssystems.
3. Orientierung von Bildung, Arbeit und Umweltpolitik auf präventives Handeln.
4. Gesundheitsschädliche wirtschaftliche Interessen kontrollieren und bremsen.

Quelle
• Zeeb H, Loss J, Starke D, Altgeld T, Moebus S, Geffert K, Gerhardus A: Public health in Germany: Structures, dynamics and ways ahead health policy. The Lancet Public Health. 2025 DOI